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Hier finden Sie Statements zum Fairen Handel von vielen Prominenten Unterstützern der Kampagne fair feels good.
z.B. Boris Aljinovic
"Wenn man Minderheiten weiterhin mehrheitliche Ressourcen...
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Seit dem Start von fair feels good. 2003 haben wir mit vielen Aktionen auf die Vorteile von Produkten aus Fairem Handel hingewiesen.
Alle Materialien werden - so lange der Vorrat reicht - kostenlos abgegeben. Lediglich die Versandkosten sind zu übernehmen.
Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und auf Einladung des Forum Fairer Handel und des Fair Trade Advocacy Büro in Brüssel diskutierten Vertreter des Fairen Handels mit Frithjof Schmidt (Mitglied des Europäischen Parlaments) und Evita Schmieg (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) am Montag in Berlin über die Möglichkeiten den Fairen Handel in Deutschland und auf europäischer Ebene politisch besser zu unterstützen.
Berlin/Mainz, 01.02.2007. Gerardo Arias Camacho, Präsident der Kooperative
Llano Bonito in Costa Rica, machte die große Bedeutung des Fairen Handels für
die Kleinproduzenten der Kooperative deutlich: "Unsere Kinder können zur Schule
gehen. Dank des fairen Preises stellt unsere Kooperative Stipendien für
weiterführende Schulen und sogar für die Universität zur Verfügung." Mit
Unterstützung des Fairen Handels konnte außerdem die Qualität des Kaffees
verbessert werden. Auch wurde die Produktion ökologischer: Durch die Anschaffung
von zwei neuartigen Öfen zum Trocknen der Kaffeebohnen kann nun auf Feuerholz
aus dem Regenwald komplett verzichtet werden. Schließlich werden die
Kaffeebauern unterstützt beim Anbau von Avocadobäumen. Sie dienen als
Schattenspender für die Kaffeepflanzen, ermöglichen aber auch eine zusätzliche
Einnahmequelle.
"Wir wollen unseren Kaffee nachhaltig produzieren, aber wie soll das möglich
sein, wenn wir keinen nachhaltigen Preis für unseren Kaffee bekommen?" fragte
Arias Camacho. Er ist davon überzeugt, neben sozial- und umweltverträglich müsse
die Produktion auch wirtschaftlich rentabel für die Kleinbauern sein.
Tatsächlich haben Kleinbauern jahrelang ihren Kaffee unter Wert verkaufen
müssen, die Weltmarktpreise lagen deutlich unter den Produktionskosten.
"Kostendeckende Mindestpreise garantiert uns nur der Faire Handel", so der
Kleinproduzent. Ohne die Zusammenarbeit mit Fair Handels-Organisationen hätte
seine Kooperative die Tiefpreisphase im Weltkaffeehandel nicht überstehen
können. Er hofft auf ein weiteres Wachstum des Fairen Handels, damit noch mehr
Kleinbauernzusammenschlüsse davon profitieren können.
Zweistellige Wachstumsraten im Jahr stehen für den Erfolg und ein zunehmendes
Interesse am Fairen Handel in Deutschland. Aber der Faire Handel will weiter
wachsen: mehr Produzenten sollen unter fairen Bedingungen ihre Produkte
verkaufen können, mehr Unternehmen sollen sich am Fairen Handel beteiligen. "800
Weltläden in Deutschland sind zu wenig", sagte Thomas Speck, Geschäftsführer des
größten europäischen Fair Handelshauses gepa,"2.000 sind mit entsprechender
Unterstützung denkbar."
Um dies zu erreichen, ist auch die Politik gefragt. Das Europäische Parlament
hat im Juli vergangenen Jahres eine Entschließung verabschiedet, die konkrete
Maßnahmen zur Förderung des Fairen Handels vorschlägt. Darin wird z. B.
gefordert, dass ein Teil der Mittel, die die EU Entwicklungsländern als "Aid for
Trade" bereit stellt, für die Förderung von Fairem Handel eingesetzt wird, so zu
sagen als "Aid for Fair Trade". Frithjof Schmidt sieht den Fairen Handel als
Erfolgsmodell, wie nachhaltiges Wirtschaften und Handeln möglich ist, und
wünscht sich entsprechend eine stärkere europäische Förderung. Eine wichtige
Unterstützung hierfür wäre aus seiner Sicht eine Empfehlung der Europäischen
Union, die Klarheit schafft, was das Prädikat "Fairer Handel" verdient. Frithjof
Schmidt warnte gleichzeitig vor einer Überregulierung, denn dies könnte gerade
für kleine und mittlere Produzenten neue bürokratische Hürden darstellen.
Evita Schmieg würdigte den Beitrag des Fairen Handels zur Armutsbekämpfung
und die wichtige Rolle, die der Faire Handel in der entwicklungs politischen
Bildungsarbeit spielt. Der Faire Handel habe darüber hinaus viele wichtige
Diskussionen angestoßen, z. B. zu Unternehmensverantwortung (CSR) oder zu
den ILO-Kernarbeitsnormen. "Ohne den Fairen Handel wären viele Entwicklungen
nicht möglich gewesen", so die BMZ-Vertreterin. In Deutschland unterstützt die
Bundesregierung den Fairen Handel bereits. Im Rahmen der deutschen
EU-Ratspräsidentschaft wolle sie nun versuchen, den Fairen Handel auch auf
europäischer Ebene noch stärker zu thematisieren.
Weitere Informationen finden Sie unter www.fairtrade-advocacy.org und www.forum-fairer-handel.de
Das Forum Fairer Handel ist das Netzwerk von Organisationen und Akteuren des
Fairen Handels in Deutschland. Es koordiniert die Aktivitäten des Fairen Handels
in Deutschland. Ziel ist es, gemeinsame Forderungen gegenüber Politik und Handel
durchzusetzen und eine stärkere Ausweitung des Fairen Handels zu
erreichen.
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